Grippe - Impfen

Sie finden hier Antworten auf Fragen die Ihnen von Medienschaffenden gestellt werden können. Dieses Factsheet bezieht sich auf die allgemeinen Fragen betreffend Grippeimpfung in der Apotheke. Folgende Fragen werden beantwortet:

Gehört eine Grippeimpfung nicht in die Arztpraxis?
Können alle Apotheken gegen Grippe impfen?
Wieso macht man überhaupt in der Apotheke eine Grippeimpfung?
Wie funktioniert die Grippeimpfung in der Apotheke?
Kann es nach einer Grippeimpfung Beschwerden geben?
Wieso soll ich mich impfen – ist Grippe überhaupt gefährlich?
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Woraus besteht der Grippeimpfstoff?
Wieviel kostet die Grippeimpfung?
Wo finde ich weitere Informationen?

1. Gehört eine Grippeimpfung nicht in die Arztpraxis? 
In den Apotheken impfen wir nur gesunde, erwachsene Personen. Es kommt ein standardisierter Fragebogen zum Einsatz, der vor der Impfung mit den Kundinnen und Kunden abgearbeitet wird. Und wir müssen ein Qualitätssicherungsprotokoll befolgen. Zum Impfen in der Apotheke sagt der renommierte Epidemiologe Prof. (emer.) Dr. med. Robert Steffen (Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention UZH, WHO Collaborating Centre for Traveller's Health, Zürich): «Für gesunde Erwachsene ist das Impfen in der Apotheke ebenso sicher wie in der Arztpraxis.»

2. Können alle Apotheken gegen Grippe impfen?
 Nein. Impfen dürfen nur Apothekerinnen und Apotheker, die
das «Fähigkeitsprogramm FPH Impfen und Blutentnahme» und die vorgeschriebenen Weiterbildungen absolviert haben
ein gültiges Generic-Provider-Zertifikat AED-BLS vorweisen, das zeigt, dass sie auch lebensrettende Sofortmassnahmen beherrschen. 

Die Bewilligung zum Impfen in Apotheken erteilen die Kantone. Zurzeit sind Grippeimpfungen in allen Westschweizer Kantonen und fast allen Deutschschweizer Kantonen erlaubt. (NICHT geimpft werden darf in den Kantonen AG, BS, AI, AR, GL, UR, OW)


3. Wieso macht man überhaupt eine Grippeimpfung in der Apotheke? 
Das Bund und Kantone müssen sicherstellen, dass im Falle einer Epidemie oder einer noch schlimmeren Pandemie die Bevölkerung rasch und in grosser Zahl geimpft werden kann. Wie verschiedene Grippepandemien wie SARS oder Geflügelgrippe gezeigt haben, kann das jederzeit vorkommen. Für diesen Fall muss die Schweiz gerüstet sein, weil es dann alle verfügbaren Kräfte braucht. Nicht nur müssen die Strukturen da sein, die Bevölkerung muss auch eine gewisse «Impfroutine» entwickeln, damit rasch gehandelt werden kann.

Influenza-Pandemieplan des BAG: www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/mensch-gesundheit/uebertragbare-krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/empfehlungen-im-pandemiefall/grippeimpfung.html

4. Wie funktioniert die Grippeimpfung in der Apotheke?
Die Grippeimpfung in der Apotheke ist sicher, schnell und unkompliziert. In einem separaten Sprechzimmer und in aller Diskretion wird zuerst ein standardisierter Fragebogen ausgefüllt. Liegt keine Gegenindikation vor, wird die Impfung im Anschluss vorgenommen. Es braucht keine Voranmeldung, ist in 10 Minuten erledigt und bequem auf dem Arbeits- oder Heimweg zu erledigen.

5. Kann es nach einer Grippeimpfung Beschwerden geben?
Eventuelle kleine Beschwerden, wie ein schwerer Arm oder leichte Grippesymptome nach der Impfung sind möglich. Aber in jedem Fall das viel kleinere Übel als eine richtige Grippe.

6. Wieso soll ich mich impfen – ist Grippe überhaupt gefährlich?
Eine Grippe (Influenza) verursacht manchmal ernsthafte Komplikationen wie Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen oder Herzmuskelentzündungen. Die Grippe ist verantwortlich für 1'000 bis 5'000 Hospitalisierungen sowie bis zu 1'500 Todesfälle jährlich. Letztere betreffen zu 90 Prozent die Altersgruppe der über 65-Jährigen. Grippe ist vor allem gefährlich für Menschen mit Krankheiten und geschwächtem Organismus. Unglücklicherweise können sich aber viele dieser geschwächten Menschen, wegen ihres schlechten Gesundheitszustand nicht impfen lassen. Da wir alle Kontakt zu kranken und älteren Menschen haben – sei es in der Familie, auf der Arbeit oder im öffentlichen Raum ist es auch ein Gebot der Solidarität, dass wir uns impfen, damit wir die Grippe nicht übertragen.
Das BAG empfiehlt die Impfung denn auch nicht nur über 65-Jährigen, Schwangeren oder Menschen mit einer chronischen Erkrankung sondern eben auch denen, die mit Kindern, Kranken, Schwangeren und mit älteren Menschen in Kontakt kommen.

7. Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Der Zeitraum von Mitte Oktober bis Mitte November ist für die Grippeimpfung ideal. Das BAG hat den 3. November 2017 zum nationalen Grippeimpftag ausgerufen. Der Schutz tritt nach zehn bis 14 Tagen ein, dauert gut sechs Monate und deckt damit vor allem auch den Höhepunkt der Grippewelle ab, die meist ab Mitte Dezember bis Februar über die Schweiz rollt.

8. Woraus besteht der Grippeimpfstoff?
Der Grippeimpfstoff besteht aus Fragmenten von Influenzaviren von drei bzw. vier verschiedenen Grippevirenstämmen. Da sich die Grippeviren verändern, wird der Impfstoff jedes Jahr für den Herbst jeweils gemäss den aktuellen Empfehlungen der WHO angepasst.
Die Impfstoffe enthalten
inaktivierte Virenbestandteile der Typ-A-Viren H1N1 und H3N2
und des Typs B
Wasser
Hilfsstoffe zur Konservierung und Stabilisierung
sowie geringen Restspuren von Hühnerei-Proteinen oder Aminoglykosid-Antibiotika.
Alle in der Schweiz zugelassenen Grippeimpfstoffe sind inaktiviert und enthalten keine Quecksilber- und Aluminiumverbindungen.

9. Wieviel kostet die Grippeimpfung?
Die Rotpunkt Apotheken bieten die Grippeimpfung für CHF 20.- an. Dazu kommen die Kosten für den Impfstoff von rund CHF 20.-

10. Wo finde ich weitere Informationen?
www.impfapotheke.ch
www.impfengegengrippe.ch

Gerne beratet Sie die Apothekerin oder der Apotheker in der Waldegg Apotheke. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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